Die Runde an der Krombachtalsperre ist kein spektakulärer Gipfelweg, sondern eine angenehm ruhige Tour mit viel Wasserblick, wenig Steigung und einer klaren Orientierung für einen entspannten Wandertag. Wer im Westerwald eine kurze bis mittlere Wanderung sucht, bekommt hier genau das richtige Maß aus Natur, Rastmöglichkeiten und gut planbaren Wegen. In diesem Artikel ordne ich die Strecke praktisch ein: Wie lang sie wirklich ist, wo man startet, wie der Weg verläuft und worauf ich vor Ort achten würde.
Die Runde ist kurz, flach und ideal für einen entspannten Tag am Wasser
- Knapp 8 km und nur rund 40 Höhenmeter machen die Tour leicht planbar.
- Der einfachste Startpunkt ist der Parkplatz bei Welter's Camping in Rehe.
- Der Untergrund besteht meist aus feinem Schotter, dazu kommen Wald- und Uferwege.
- Die Strecke passt gut für Einsteiger, Familien und Genusswanderer.
- Bei nassem Wetter werden einzelne naturnahe Abschnitte rutschiger, daher sind feste Schuhe sinnvoll.

Was die Runde an der Krombachtalsperre auszeichnet
Die Touristinformation Hoher Westerwald beschreibt die Krombachtalsperre als das größte stehende Gewässer im Hohen Westerwald, und genau diese Lage prägt die Runde: Man läuft nicht nur um einen See, sondern durch ein Gebiet, das Wasser, Wald und offene Wiesen ziemlich geschickt mischt. Das macht die Tour für mich vor allem dann stark, wenn ich nicht nach sportlicher Härte suche, sondern nach einer ruhigen Strecke mit echtem Landschaftswechsel.
Die größte Stärke ist ihre Verlässlichkeit. Die Runde fordert nicht mit steilen Anstiegen oder komplizierten Passagen, sondern bleibt überschaubar, freundlich und gut kalkulierbar. Genau deshalb passt sie so gut zu einem halben Wandertag, an dem die Natur im Mittelpunkt stehen soll und nicht die Leistung. Wer die Runde einmal gegangen ist, versteht schnell, warum sie bei Spaziergängern, Familien und lockeren Wanderern so beliebt ist.
Auch die Umgebung ist nicht eindimensional: Wasser, Campingplätze, eine Staumauer, Vogelbeobachtung und Abschnitte durch Wald und über Wiesen sorgen dafür, dass der Weg lebendig bleibt. Wer die reine Kilometerzahl kennen will, kann danach die Strecke besser einordnen - und genau darum geht es im nächsten Schritt.
Die wichtigsten Daten auf einen Blick
Der Westerwald Touristik-Service führt die Krombach-Runde als leichte Tour mit knapp 8 Kilometern. Das passt zu dem, was man unterwegs spürt: Es ist keine anspruchsvolle Wanderung, sondern eine kurze bis mittlere Runde mit angenehm geringem Aufwand. Ich würde sie deshalb eher als entspannte Naturtour mit Wandercharakter beschreiben als als klassische Tagestour.
| Merkmal | Praxiswert | Mein Fazit |
|---|---|---|
| Länge | 7,9 km, also knapp 8 km | Genug für eine echte Wanderung, aber nicht zu lang für einen lockeren Ausflug. |
| Dauer | etwa 2 Stunden ohne lange Pause | Mit Einkehr oder Fotostopps eher 2,5 bis 3 Stunden. |
| Höhenmeter | rund 40 hm auf und 42 hm ab | Sehr moderat, also auch für weniger geübte Wanderer gut machbar. |
| Schwierigkeit | leicht | Keine alpine Erfahrung nötig, kein technischer Anspruch. |
| Untergrund | meist feiner Schotter, dazu Wald- und Uferwege | Bei Nässe rutschiger, als die Strecke auf den ersten Blick wirkt. |
| Startpunkt | Parkplatz bei Welter's Camping in Rehe | Der praktischste Einstieg, weil er klar auffindbar ist. |
Wer diese Zahlen kennt, wird vor Ort kaum überrascht. Spannender ist ohnehin, wie sich die Runde in der Praxis läuft - und genau das lohnt sich jetzt genauer anzuschauen.
So verläuft die Wanderung
Die Runde beginnt am besten am Parkplatz von Welter's Camping in Rehe. Von dort geht es durch ein kleines Wäldchen und über Wiesen zum See, vorbei an einigen Teichen und weiter über den ehemaligen Bahndamm zu einem Aussichtspunkt mit Infotafel. Danach folgt ein schöner Platz für eine Pause, die Passage hinter der Staumauer, der Abschnitt am Energielehrpfad und schließlich die Uferseite mit Segelclub und Einkehrmöglichkeit auf der hessischen Seite. Der Rückweg läuft erst ein kurzes Stück sicher neben der Straße und dann wieder ruhig durch den Wald zurück.
Mir gefällt an dieser Abfolge, dass die Strecke nicht nur aus einem einzigen Motiv besteht. Wer aufmerksam geht, bekommt abwechselnd offene Blicke, schattige Waldpassagen und die typischen Strukturen einer Stauseelandschaft. Ein Teil des Gebiets ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen, und genau das merkt man an den Beobachtungsmöglichkeiten für Wasservögel und an der insgesamt ruhigen Atmosphäre am Rand des Weges.
Die Tour wirkt deshalb nicht steril oder aufgeräumt, sondern lebendig. Segler, Surfer, Badende und Spaziergänger teilen sich den Raum auf natürliche Weise, ohne dass der Weg seine Ruhe verliert. Das ist ein guter Punkt, um über den Einstieg und die Orientierung zu sprechen, denn dort trennt sich entspannte Planung von unnötigem Suchen.
Anreise, Parken und Orientierung
Am unkompliziertesten ist die Anreise mit dem Auto. Rehe liegt direkt an der B255; von der Ortsmitte führt ein ausgeschilderter Weg zur Talsperre und zum Campingplatz, und der Parkplatz am Welter's Camping ist der klare Startpunkt für die Runde. Öffentliche Verkehrsmittel spielen für diese Wanderung eher eine Nebenrolle, deshalb würde ich sie nur dann einplanen, wenn Hin- und Rückweg wirklich sauber organisiert sind.
Ich verlasse mich bei dieser Tour nicht nur auf die Beschilderung. Eine lokale Vereinsbeschreibung weist darauf hin, dass der Rundweg nicht überall gleich deutlich ausgeschildert ist, und genau deshalb halte ich eine Offline-Karte oder eine gespeicherte Route für sinnvoll. Das ist keine große Vorbereitung, verhindert aber die typische Unsicherheit an Waldabzweigungen und spart am Ende Zeit.
Wichtig ist außerdem: Die offizielle Tourenbeschreibung kann sich an kleinen Stellen ändern, etwa wenn Wege gepflegt oder umgeleitet werden. Wer die Tour an einem bestimmten Tag gehen will, sollte deshalb kurz prüfen, ob aktuelle Hinweise hinterlegt sind. Damit kommt man entspannter an - und mit einer klareren Vorstellung davon, für wen die Runde eigentlich am besten funktioniert.
Für wen sich die Tour lohnt
Ich würde die Runde ganz klar als Genusswanderung mit einfacher Wegeführung einordnen. Sie ist ideal, wenn du Natur willst, aber keinen Leistungsdruck. Wer dagegen steile Auf- und Abstiege sucht, wird hier eher zu wenig Herausforderung finden.
| Wanderprofil | Einschätzung | Warum |
|---|---|---|
| Einsteiger | sehr gut | Wenig Höhenmeter, klare Strecke, überschaubare Dauer. |
| Familien | gut | Kurze Etappen, Wasser als Motiv und Pausenplätze am Weg. |
| Genusswanderer | sehr gut | Mehr Landschaft als sportlicher Druck, dazu Einkehrmöglichkeiten. |
| Ambitionierte Bergwanderer | eher kurz | Kaum Höhenmeter und keine technische Herausforderung. |
| Menschen, die Ruhe suchen | gut bis sehr gut | Abseits der Hauptpunkte angenehm still, an sonnigen Tagen aber belebt. |
Für mich ist das der wichtigste Filter: Wer eine ruhige, landschaftsbezogene Tour sucht, wird hier sehr wahrscheinlich zufrieden sein. Wer ein sportliches Ziel braucht, sollte eher eine längere Verbindungstour wählen. Und genau davon hängt auch ab, wann die Runde am besten funktioniert.
Wann die Runde am meisten Freude macht
Am angenehmsten läuft sich die Strecke für mich nach ein paar trockenen Tagen im Frühjahr oder im frühen Herbst. Dann sind die Wege griffig, die Luft ist klar und die Mischung aus Wasser und Wald wirkt besonders ruhig. Im Sommer hat die Tour ihren Reiz durch die Uferlage und die Möglichkeit zur Pause am See, aber auf den offenen Abschnitten spürt man den Wind stärker; im Winter und nach Regen kippt die Runde schneller in die Kategorie "nur mit guten Schuhen".
- Nach Regen werden naturnahe Passagen rutschiger.
- Im Herbst können Blätter Wurzeln, Löcher und Unebenheiten verdecken.
- Zur Brut- und Rastzeit gehört Rücksicht auf die Vogelwelt dazu.
- Wer baden, segeln oder einkehren will, sollte Öffnungszeiten nicht als selbstverständlich ansehen.
Gerade dieser Mix aus offenem Ufer und stillen Waldstücken macht die Runde reizvoll, verlangt aber eben ein bisschen mehr Planung als ein bloßer Spaziergang am Ortsrand. Deshalb packe ich für die Strecke nur wenig ein, aber eben das Richtige.
Was ich für einen entspannten Weg mitnehme
Für die Strecke packe ich keine schwere Wanderausrüstung, aber ich spare auch nicht an den kleinen Dingen. Feste Schuhe mit Profil, wetterfeste Kleidung und genug Wasser sind für mich Pflicht; an warmen Tagen plane ich mindestens 1 Liter pro Person ein, bei moderatem Wetter eher 0,5 bis 0,75 Liter. Dazu kommen ein kleiner Snack, Sonnenschutz und eine Offline-Karte oder die gespeicherte Route, damit ich mich nicht auf Empfang oder spontane Beschilderung verlasse.
- Feste Schuhe mit gutem Profil
- Leichte Regen- oder Windjacke
- Wasser und ein kleiner Snack
- Offline-Karte oder gespeicherte Route
- Optional: Badezeug oder Wechselshirt, wenn du am See pausieren willst
Wenn du einkehren möchtest, würde ich den Plan trotzdem so anlegen, dass du nicht davon abhängig bist. Genau dort trennt sich eine angenehme Wanderung von einer, die unnötig hektisch wird. Am Ende bleibt vor allem eine Frage: Was macht diese Tour im Gesamtbild wirklich aus?
Was an dieser Tour wirklich hängen bleibt
Für mich ist die Runde an der Krombachtalsperre vor allem dann gelungen, wenn ich einen Wandertag ohne große Vorbereitungsarbeit will, aber trotzdem nicht einfach nur auf Asphalt gehen möchte. Sie liefert ein selten praktisches Gesamtpaket: kurze Distanz, wenig Steigung, Wasserblick, Naturbeobachtung und die Option, unterwegs eine Pause einzubauen oder die Tour mit einem längeren Aufenthalt am See zu verbinden.
Wenn du mehr Zeit mitbringst, lässt sich der Weg gut mit einer Einkehr, einem Abstecher zur Staumauer oder einer längeren Runde über angrenzende Wege erweitern. Genau diese Flexibilität ist für mich der eigentliche Vorteil der Strecke: Sie funktioniert als kurzer Spaziergang, als lockere Wanderung und als ruhiger Halbtagesausflug, ohne sich dabei künstlich aufzublasen.